Evangelischer Kindergarten Arche Noah Suhl
                           Evangelischer Kindergarten Arche Noah Suhl

Geschichtlicher Überblick

1881 im April wird der Ruf laut nach einer Stätte, in der sich 2-6 jährige Kinder einfinden konnten, bevor sie zur Schule kamen. Am 15.06. ist die Eröffnung des Kindergartens  (Kleinkinderschule) im Hinterhaus des Kaufmann Schroeter am Plan. Erste Kindergärtnerin war Frl. Charlotte Liebusch. Im Juli war der Auszug aus dem Haus für einige Zeit in  die private Knabenschule, weil bei den Bewohnern des Hauses Scharlach ausgebrochen war. 

1882 Erarbeitung von Statuten im Oktober für den  Kindergarten 

1883 Es wurde in einer Sitzung im Juni beanstandet, dass der Unterricht in biblischer Unterweisung auf ein bescheidenes Maß  zurückzuführen ist, da die Kinder, die in die Schule gehen, diesen  Geschichten nur noch wenig bzw. keine Aufmerksamkeit mehr  zeigen 

Im Juni musste Frl. Liebusch wegen chronischer Heiserkeit aus dem  Dienst ausscheiden. Für sie kam Clara Boettner. 

Im November wurde der Wunsch geäußert, den Kindergarten in geeignetere und gesunde Räume zu  verlegen. 

1885 Erneuter Wechsel in der Leitung; Frl. Ida Junghans übernahm die  Leitung 

1887 Im April gab es die Bewilligung zum Bau einer Kinderbewahranstalt auf dem Gelände des alten Friedhofes. Zu diesem Zweck sollte die nicht mehr benutzte und baufällige Totenkapelle abgerissen werden. Eine Sammelliste für das Jugendvereinshaus, in dem sich neben der Kleinkinderarbeit auch die konfirmierte Jugend sammeln sollte, erbrachte die Summe von 4431 Mark.                                                    

Die Veranschlagung für das neue Gebäude belief sich auf 11636 Mark. Die gesamten Baukosten waren durch weitere Beträge und von Freunden bis auf 2000 Mark gedeckt worden.

Am 22.07. ist das Richtfest des neuen Gebäudes. Zu Ehren des 90. Geburtstages des Kaisers erhielt das Haus den Namen “Kaiser- Wilhelm-Heim”. 

Am 31.10. fand der Einzug in das neue Haus statt. Die Betreuung der Kinder oblag den Schwestern vom  Halberstädter Mutterhaus. 

1894 In dieser Zeit kam es zu Differenzen und Halberstadt berief  Seine Schwestern ab. Der Vorstand beschloss, dass vorerst  Keine ausgebildete Lehrerin angestellt werden sollte  

Frl. Agathe Wolf, die bereits als Hilfskraft im Kindergarten  gearbeitet hatte, wurde im April mit der Betreuung der Kinder  beauftragt 

1896  wurde Frl Agathe Wolf zur Ausbildung geschickt. Dazu wurde  ihrer Mutter ein zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt.  

bis 1930  leitete Frl. Wolf die Einrichtung (leider wurde von dieser Zeit  geschichtlich nichts festgehalten) 

ab 1930   übernahm Frl. Lieselotte Schäfer die Leitung und wurde später  von ihrer Schwester abgelöst. Beide verließen den Kindergarten, als sich in einem Betriebskindergarten eine besser bezahlte  Stellung für sie bot 

1938 Schwester Marie Schwarzkopf aus Halberstadt wurde zum 01.01. an den Kindergarten berufen 

1939 01.09. Schließung des Kindergartens in vorübergehender Abwesenheit des damaligen Vorstandes, Herrn Pfarrer  Siedersleben und Beschlagnahmung der Räume durch den damaligen Sicherheits- und Hilfsdienst. Nichts desto trotz zog der Kindergarten in zwei Räume der ehemaligen Superintendentur ein. Wenn auch primitiv, so  konnten doch 80 Kinder versammelt werden. 

1941  Im Januar wurde dem Vorsitzenden und der Leiterin mit  Verhaftung gedroht, wenn der Kindergarten nicht sofort geschlossen wird. An dieser Stelle wurde der aussichtslose  Kampf aufgegeben. 01.02. Zwangsweise Schließung des Kindergartens. Das Inventar ging zu einem ganz billigen Preis zum  größten Teil in die Hände der ehemaligen N.S.V. über. Schwester Marie Schwarzkopf blieb im Dienst der Gemeinde  und führte wöchentlich einmal eine “Kinderstunde” mit  christlicher Unterweisung durch.

Während der stattgefundenen Plünderungen nach dem Zusammenbruch konnte Pfarrer Siedersleben, auf Antrag beim Landrat, das ehemalige Eigentum wieder zurückbekommen und nach Einmarsch der Amerikaner forderte der amtierende Kommandant die Eröffnung eines Kindergartens. So kam es,  dass der Bürgermeister sich mit Pfarrer Siedersleben in  Verbindung setzte. 

1945 06.06. Wiederaufnahme der Tätigkeit mit 85 neu angemeldeten Kindern. Schwester Marie Schwarzkopf, die alle Vorarbeit geleistet hatte, fühlte sich der Aufgabe nicht mehr gewachsen und wurde  6 Wochen später von Elfriede Wegner abgelöst. 

1946 Am 15.06. übernahm Frau Dora Krell die Leitung. Sie legte eine Kartei von den Kindern an und hatte eine rege Mütterarbeit in ihrem Kindergarten. Erstmalig wurde auch ein Sommerfest gefeiert, das  später eine feste Tradition unserer Einrichtung wurde und bis heute noch ist. Die Kinderzahlen erhöhten sich auf 100 und darüber.  Der Kindergarten war zu dieser Zeit noch nicht in der Lage, ein warmes Mittagessen zu reichen, da dazu die nötigen Räumlichkeiten fehlten. 

In diesem Jahr gab es bauliche Veränderungen, deren Unkosten  durch Feste und Feiern gedeckt wurden. In der Kapelle baute man einen Raum mit einer Verbindungstür zum großen Speisesaal. 

1947 Es kam noch ein zweites Stübchen dazu 

Am 18.03. brannte es in dem Kindergarten auf nicht ganz feststellbare Weise. Eine Überheizung des Ofens konnte es nicht sein, da so gut wie kein Brennmaterial vorhanden war (die Kinder mussten zu dieser Zeit täglich  ein Stück Holz mitbringen). Die Leiterin und ihre Mitarbeiterinnen brachten die Kinder sowie deren Kleidung und das gesamte Inventar nach draußen. So kam niemand zu Schaden. Die Feuerwehr setzte mit der Brandbekämpfung ein, selber konnte dazu nichts getan werden, da die Wasserleitung in der Erde eingefroren war. Am nächsten Tag lief der Kindergartenalltag zu gewohnter Zeit wie immer weiter. 

1948 wurde durch einen Elterneinsatz die Heizfrage gelöst. Gemeinsam zogen die Eltern und Kindergärtnerinnen in den Wald und schlugen 45 rm Holz. 

1950 Renovierung der Räume im Sommer und im gleichen Jahr wurde der von den Schulbehörden oft beanstandete  Fußboden erneuert. 

Zu diesem Zeitpunkt mussten die Kinder neben ihren  Brottaschen auch ihr Mittagessen mitbringen, das dann im Wasserbad erwärmt wurde. Erst später wurde das Mittagessen in Kübeln aus der Küche in der Rimbachstraße geholt. 

Frl. Ursel Storm, die bereits seit 1945 als Helferin im Kindergarten arbeitete, wurde zur Ausbildung, die von der Kirche finanziert wurde, nach Erfurt geschickt und machte 1950 ihr Staatsexamen. Danach kam sie in den Kindergarten zurück. 

1962/63   hatte Frau Ingetraut Bartels die Leitung   

1963- 1967 Frl. Irmgard Thümer war Leiterin 

1967   Frau Ilse Hammer übernahm die Leitung des Kindergartens. Sie  wurde in der Zeit, in der sie mit ihrem Baby zu Hause war (1972/73) von Frau Magdalena Arnold vertreten. 

70er Jahre  der Kindergarten bekam erstmals Wassertoiletten eingebaut und die  Öfen wurden gegen Außenwandheizer getauscht. 

1992/93   Erster Umbau des Kindergartens Die Wohnung in der 2. Etage kam weg, dafür wurden 2 neue Gruppenräume mit Garderobe eingerichtet. In der unteren Etage kam der Gemeinderaum weg, dafür wurden eine geräumige Küche und ein Büro für die Leitungstätigkeiten eingerichtet. Den geforderten zweiten Fluchtweg löste man provisorisch über eine feuerfeste Treppe direkt aufs Außengelände. 

1994  Frau Hammer gab die Leitung aus gesundheitlichen Gründen auf und arbeitet seit dieser Zeit in der Gruppenarbeit weiter. Sie ist mit 27 Jahren Leitungstätigkeit die dienstälteste Leiterin seit Bestehen dieser Einrichtung. 

1994/95  Frau Petra Tautenhain hatte die Leitung.  

1995 Frau Cornelia  Happich übernahm die Leitung. Im Oktober begann der zweite Umbau. Hier bekam der Kindergarten  einen Glasanbau und moderne sanitäre Anlagen. Während der beiden Umbauten waren die Gruppen mit ihren Erzieherinnen zu Gast in der 1. Kindertagesstätte in Suhl. 

1996  Nach Wiedereinzug in unser Haus im Oktober bekam der  Kindergarten den Namen “Arche Noah”. 

2011   Komplette Um- und Neugestaltung des Spielplatzes

2013  Ein neuer Anbau entstand am alten Gebäude mit Räumen für Krippenkinder ab einem Jahr, einem Bewegungsraum, sowie Büro- und Kellerräumen.

02.01.2014  Eröffnung der Krippengruppe und Kapazitätserweiterung auf 75 Kinder.

2015 Frau Uta Röpke übernimmt ab März die Leitung nachdem sie Frau Happich und Frau Berger stellvertretend zur Seite stand und auch schon amtierend tätig war.

Suhl, im August 2016 (der geschichtliche Abriss erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit)  

Quellen:

- Geschichtsabschrift von Frau Dora Krell vom Juli 1950      

- mündliche Überlieferungen von Frau Ursel Menschner und Frau Ilse Hammer von 2010/11 und verschiedenen Erzieherinnen

- Geschichtliche Unterlagen aus dem Kirchenarchiv der  Hauptkirche

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© Evangelischer Kindergarten Arche Noah Suhl, Träger: Evangelische Kirchengemeinde Suhl Stand: 11.09.2018, G.Hersmann